Was ist FIN-GER-NET ?

Das Logo der Kooperation FIN-GER-NET

„FIN-GER-NET“ steht für „Finnish – German – Network“ und ist ein Zusammenschluss von zwei Regionen in Deutschland mit einer Partnerregion in Finnland. Die Partner versuchen, im Rahmen der LEADER-Förderung der Europäischen Union zusammenzuarbeiten und gemeinsame Projekte zu entwickeln, die allen Partnern helfen, die Herausforderungen der Zukunft im ländlichen Raum Europas zu meistern.

Am Projekt beteiligt sind die Lokalen Aktionsgruppen „Hunsrück“ und „Welterbe Oberes Mittelrheintal“ auf deutscher und die Gruppe „PoKo“ auf finnischer Seite. Die Aktionsgruppen haben im Mai 2010 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Dabei wurden gemeinsame Ziele festgelegt und bestimmte Handlungsfelder definiert.

Am Beginn der Zusammenarbeit stand der Austausch von Informationen, Erfahrungen, Innovationen und Wissen zwischen den Partnern im Vordergrund. Dieser Austausch diente der Entwicklung von Einzelprojekten der Partner, die allen Projektbeteiligten einen Mehrwert bringen sollen.

Ein wichtiges Bindeglied zwischen den Regionen stellt die direkte Flugverbindung zwischen Tampere und Frankfurt-Hahn dar. So ist es auch ein wichtiges Ziel, das Potenzial dieser Verbindung, etwa im Bereich des Tourismus, stärker zu nutzen.

FIN-GER-NET wird auf finnischer und auf deutscher Seite sowohl mit europäischen als auch nationalen Mitteln unterstützt.

In der Etablierungsphase des Netzwerkes werden im Jahre 2011 die Grundlagen für die weitere Zusammenarbeit gelegt. In vier Workshops, je zwei in beiden Ländern, werden unterschiedliche Interessengruppen zum Zweck des Erfahrungsaustauschs und der Entwicklung konkreter Projekte zusammengebracht.

Mittelfristiges Ziel ist es, FIN-GER-NET zu einer Plattform für den gegenseitigen Ideen- und Erfahrungsaustuasch zu etablieren und auch konkrete Projekte nachhaltig zu begleiten.

 

Welche Ziele verfolgt "FIN-GER-NET"?

Mit dem Projekt werden folgende allgemeine Ziele verfolgt:

  • - Austausch von Informationen, Erfahrungen, Innovationen und Wissen zwischen den Partnern
  • - Erhöhung und Vermarktung des touristischen Potenzials der Regionen / Neue Wege im Tourismus
  • - Nachhaltige Entwicklung der Dörfer als Lebensräume der Zukunft / Maßnahmen zur
  • - Bewältigung der Folgen des Demografischen Wandels
  • - Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz
  • - Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur und des Arbeitsmarktes
  • - Förderung der Chancengleichheit und Schaffung barrierefreier touristischer Angebote
  • - Bewahrung der Regionalen Kultur und Regionalen Identität
  • - Stärkung der Daseinsvorsorge
  • - Förderung von Wirtschaft und Bildung
  • - Weiterentwicklung der Erlebnis- und Erholungsfunktionen in den Regionen

 

Als Zielgruppen sollen im Rahmen des Projektes angesprochen werden:

  • - Hersteller regionaler Produkte aus Landwirtschaft, (Kunst-)Handwerk
  • - Gastronomie und Beherbergungsgewerbe
  • - Kleine und mittlere Unternehmen, die eine Internationalisierung anstreben
  • - Studenten, Schüler, Auszubildende, Praktikanten
  • - Vereine, Jugendorganisationen, Landfrauen,
  • - Dörfer

 

Als mögliche konkrete Entwicklungsziele werden ins Auge gefasst:

  • - Verbesserung der Vermarktung regionaler Produkte und stärkere Einbeziehung in örtliche Gastronomie (Austausch von Erfahrungen)
  • - Steigerung der Besucherzahlen in beide Richtungen durch gezielte Anpassung und Auswahl der Angebote entsprechend der Wünsche und Bedürfnisse der Gäste aus Finnland/Deutschland (Entwicklung spezifischer Anspruchsprofile der Touristen)
  • - Entwicklung nachfrageorientierter Tourismuspakete in den Partnerregionen (Sport, Wandern, Golf, Angeln, Radfahren, Kanufahren, Jagd, Reiten, Senioren, Kinder und Jugendliche, Musik, Kulinarisches)
  • - Vorbereitung gegenseitiger Marketingauftritte (z. B. Teilnahme der finnischen Partner an à la région 2011 in Kastellaun)
  • - Herausstellen der regionalen Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale und Nutzung für künftiges Regionalmarketing
  • - Herausfinden der passenden Zielgruppen in den drei Destinationen für verschiedene Produkte und Dienstleistungen
  • - Verbesserung des Zugangs von KMU zum Markt in der Partnerregion
  • - Steigerung der direkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit
  • - Schaffung von Voraussetzungen für einen verbesserten Austausch von Studenten, Schülern, Auszubildenden, Praktikanten
  • - Etablierung eines regelmäßigen Austauschs von Jugendgruppen, Vereinen
  • - Vorbereitung von gegenseitigen Informationsbesuchen von Gemeindevertretern (Dorfentwicklung)
  • - Schaffung einer Austauschplattform für die Bewältigung der Folgen des Demografischen Wandels (Dörfer, Betriebe)
  • - Präsentation der Regionen bei regionalen Messen und Märkten in den Partnerregionen
  • - Einbindung relevanter Unternehmen (Reisebüros, Busunternehmen, Hotels, Restaurants, Anbieter sonstiger Dienstleistungen)
  • - Einbindung relevanter Institutionen (Landfrauenverbände, Urlaub auf dem Bauernhof, „SooNahe“, Handwerkskammer, usw.)

  

Die Kooperationsvereinbarung

Die formale Grundlage für die Zusammenarbeit bidlet eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Partnern: hier als PDF-Download!